Weinbergsmauer Olewiger Straße in Trier

Die alte Weinbergsmauer längs der Olewiger Straße in Trier war baufällig geworden, durch den Steinschlag waren tausende von Fahrzeugen und Fußgängern  gefährdet.  Da die Straße zum UNESCO Weltkulturerbe führt, war (neben Gründen der statischen Nachweisbarkeit) eine Sicherung notwendig, die auch unter gestalterischen Gesichtspunkten den sehr hohen Anforderungen an eine Stützwand genügt.

2014 09 28 Scholer TORKRET Olewig 3087   2014 09 28 Scholer TORKRET Olewig 3146Klein

Ein Wiederaufbau der Mauer wäre wegen der großen Baugruben aufwändig und nicht wirtschaftlich gewesen.  Daher wurde anstelle der Mauer eine Vernagelung mit einer Spritzbetonschale geplant und dimensioniert. Zur Gestaltung wurde eine Verblendung nach dem Verfahren Torkret Stone über mehrere hundert Meter aufgebracht, im Übergangsbereich zum Amphitheater erfolgte der Bau einer Natusteinverblendung vor der Spritzbetonwand. Dies konnte nur auf wenige Meter im unmittelbaren Umfeld beschränkt bleiben, was die Kosten der Gesamtmaßnahme deutlich senkte und viel schneller ausführbar war.

2014 09 28 Scholer TORKRET Olewig 3134Klein

Für die Ausführung war nur eine halbseitige Sperrung der sehr stark befahrenen Olewiger Strasse erforderlich. Weiterhin war für die mehrere Meter hohe Stützkonstruktion keine besondere Baugrubensicherung erforderlich, da diese durch den lagenweise eingebauten Spritzbeton und die Nägel bereits gesichert war.

2014 09 28 Scholer TORKRET Olewig 3184Klein

Dr. Jung und Lang Ingenieure GmbH, Trier plante die Gesamtmaßnahme vom Entwurf über die Ausschreibung und Bauüberwachung bis zur Freigabe im Dezember 2014.