Umwelt

Umwelttechnische Untersuchungen, Beratung

Schadstoffgutachten_2Die umwelttechnische Beratung umfasst Untersuchungen hinsichtlich Schadstoffen und die Erarbeitung von Umweltgutachten.

Schadstoffe im Boden können auf natürliche Weise oder durch menschliche Nutzung (z.B. Industrie) in den Untergrund gelangen. Dabei sind die Schadstoffe teilweise wie z.B. bei Ölverunreinigungen geruchlich oder farblich erkennbar, andere Schadstoffe wie z.B. Schwermetalle sind nur durch chemische Analysen feststellbar.

Durch umwelttechnische Untersuchungen ist zu klären, welche Schadstoffe und vor allem in welcher Konzentration im Boden, in der Bodenluft (Poren) und ggf. auch im Grundwasser vorhanden sind.

Die Konzentration der Schadstoffe ist ausschlaggebend für die Nutzbarkeit, Verwertung  und ggf. auch Entsorgung der Böden. Die Feststellung der Schadstoffkonzentration ist Grundlage einer Gefährdungsabschätzung für Mensch und Umwelt sowie zur abfalltechnischen Klassifizierung der Böden hinsichtlich einer weiteren Verwertbarkeit.

Umwelttechnische Untersuchungen sind somit, ähnlich einer geotechnischen Untersuchung, wichtige technische Grundlage für die Planung und Bauausführung. Darüber hinaus sind sie aber auch oft Vertragsbestandteil für den Kauf/Verkauf von Grundstücken im Sinne einer Risiko- und Haftungsbeschränkung für Kommunen, Sanierungsverantwortliche und Grundstückserwerber.


Altlasten

Bei erhöhten Schadstoffgehalten oder schädlichen Verunreinigungen im Boden, der Bodenluft oder im Grundwasser können Gefährdungen für Mensch und Umwelt resultieren, die dann als Altlasten oder „Kontamination“ bezeichnet werden. Die Untersuchung und Beratung im Rahmen von Altlasten umfasst in der Regel folgende Arbeitsschritte:

Altlasten_2• Historische Erkundung
• Festlegen eines individuellen, geeigneten Untersuchungsprogramms sowohl rasterförmig als auch punktuell bei speziellen Verdachtsmomenten
• Untersuchung des Bodens, der Bodenluft und des Grundwassers
(zunächst orientierend, danach als Detailuntersuchung)
• Bewertung der Ergebnisse
• Aufzeigen eines Sanierungsbedarfs
• Erarbeitung von Sanierungsvorschlägen
• Erforderliche Abstimmung mit Fachbehörden
• Sanierungsplanung

 

Schadstoffgutachten Gebäude

Schadstoffemittierende Baumaterialien, Einrichtungsgegenstände oder Boden-/Wandbeläge können die Gesundheit gefährden und/oder hohe Sanierungskosten verursachen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und fachgerecht entsorgt werden.

Für den Umbau oder Abbruch / Rückbau bestehender Gebäude ist daher die Untersuchung der Bausubstanz hinsichtlich Schadstoffe sinnvoll. Sie bildet Grundlage für die weitere Planung, Bauausführung (Arbeitsschutz) und Nutzung.

Schadstoffuntersuchungen dienen einerseits der Minimierung technischer und gesundheitlicher Risiken, andererseits aber auch einer wirtschaftlichen und modernen Vorgehensweise durch Beseitigung schadstoffhaltiger Bausubstanz und Verwertung / Recycling von mineralischen bzw. schadlosen Baustoffen.

Schadstoffgutachten_1In der Praxis häufige Schadstoffuntersuchungen umfassen:

  • Ermittlung unbekannter Schadstoffe (Screening)
  • Staubuntersuchungen
  • Asbest, Künstliche Mineralfasern (KMF), Kanzerogenitätsindex (KI)
  • Lösemittel, VOC (flüchtige organische Verbindungen)
  • Formaldehyd und weitere Aldehyde
  • PCB (Polychlorierte Biphenyle)
  • PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)
  • Holzschutzmittel, PCP, Lindan, weitere Pestizide

Die Schadstoffuntersuchungen führen wir durch eigene, qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter durch. Die erforderlichen chemischen Analysen werden von akkreditierten Labors ausgeführt. Wir bewerten diese nach Grundlage aktueller Regelwerke und können bei Bedarf auch die weitere Rückbauplanung und begleitende Überwachung leisten.

Selektiver Gebäuderückbau, Gebäudesanierung

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Der selektive Rückbau von Gebäuden beginnt vor dem eigentlichen Abbruch: Wir beproben die Gebäudesubstanz und erarbeiten auf dieser Grundlage einen detaillierten Rückbau- und Entsorgungsplan. Hierfür stellen wir eigenes Personal, das geschult bzw. qualifiziert sowie z.B. nach TRGS 521 (Asbestsanierung) zertifiziert ist.

Bei der Bauausführung werden dann von Anfang an die verschiedenen Bauelemente und Baustoffe getrennt zurückgebaut, denn dies ist Voraussetzung dafür, dass einzelne Bauteile oder sortenreine Abfallstoffe weiter genutzt oder verwertet werden können.

Die Vorteile des selektiven Rückbaus sind somit:

  • Brauchbare Bauteile können weiter verkauft werden.
  • Sortenreine Bau- und Abbruchabfälle können sinnvoll verwertet werden.
  • Die Kosten für die Entsorgung sortenreiner Bauabfälle sind deutlich geringer als die für gemischte Abfälle.

 

Aushubüberwachung

Beim Aushub schadstoffbelasteter Böden wird seitens der Überwachungsbehörden häufig eine fachtechnische Begleitung des Aushubs durch einen Altlastensachverständigen oder Baugrundgutachter gefordert. Im Zuge der Aushubüberwachung werden Schadstoffherde gezielt erkannt und beseitigt, Randbereiche der Verunreinigung soweit möglich vor Ort aufgezeigt, womit eine vollständige aber auch wirtschaftliche und ökologische Sanierung durch Minimierung der Entsorgungsmengen sichergestellt wird.

Unsere Aufgabe ist es, durch unsere Arbeit die anfallenden Entsorgungskosten auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Wir halten geschultes und nach LAGA PN 98 für Probenahme ausgebildetes Fachpersonal vor, das verunreinigte Böden entsprechend dem Kontaminationsgrad separiert und entsorgt werden sowie wieder verwertbare Bestandteile dem Stoffkreislauf wieder zugeführt und verwertet werden.