Geogitter bewehrte Steilböschung in Ralingen

Zum Ausbau des Knotenpunktes der B 418 / L 42 bei Ralingen wurden entlang des Naturschutzgebietes am Ufer der Sauer Versteilunge der talseitigen Böschungen notwendig. Für die Errichtung der ca. 10 m hohen und stark beanspruchten Versteilung wurde ein Verbundsystem aus hochzugfesten, monolithischen Geogittern und spezialverzinkten Stahldrahtgitterelementen mit Steinschüttung als Frontausbildung verwendet. 

Ralingen Geogitter 2 Small

Besondere technische Anforderungen in der Tragwerksplanung bestanden durch anstehende, tiefreichende und setzungsempfindliche Aueböden, die zur Beschränkung der Setzungen und Gewährleistung ausreichender Standsicherheit durch scherfeste Polsterschichten aus Steinschüttung ertüchtigt wurden. Für Hochwasserereignisse der Sauer bis mehrere Meter über dem Wandfuß waren zudem Durchsickerungen der Konstruktion mit entsprechenden Strömungskräften und Schleppspannungen zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang wurden wasserbauliche Maßnahmen zum Kolkschutz am Wandfuß sowie weitere Geotextile zur Gewährleistung der mechanischen und hydraulischen Filterstabilität zwischen den unterschiedlichen Hinterfüllmaterialien verwendet.

Die errichtete Stützkonstruktion wirkt als duktile Erdverbundkonstruktion und weist neben der daraus resultierenden hohen Tragfähigkeit und geringen Verformungsempfindlichkeit auch ökologische und gestalterische Vorteile gegenüber konventionellen Betonbauwerken auf.